Auf dem bekannten Internet-Forum Reddit habe ich einen Post gefunden, den ich mit euch teilen möchte. Der Post ist sehr gut bewertet in dem Subreddit „Fitness“. Es geht um 12 Fitness-Tipps, die der Autor vor 8 Jahren hätte wissen sollen.

Ein Leser des Artikels schreibt sogar, dass er eigentlich den Artikel nur überfliegen wollte – ihn aber schlussendlich mehrmals gelesen hat, um alle Infos zu verinnerlichen. Grund genug, uns das mal genauer anzuschauen. Der Artikel ist auf Englisch geschrieben, ich habe ihn aber mal auf Deutsch übersetzt. Das macht die Sache einfacher. Viel Spaß!

Fitness bei Reddit

Kurz Vorweg: Reddit.com ist ein bekanntes Internetforum, auf dem aktiv zu vielen verschiedenen Themen diskutiert wird. Es gibt sogenannte Sub-Reddits, das sind einzelne Unterforen. Ein Sub-Reddit ist „/r/Fitness“, wo sich alles nur um das Thema Fitness, Training und gesunde Ernährung dreht.

Regelmäßig werden dort News und Infos zu Work-Outs und Co gepostet. Falls ihr das noch nicht kennt, sollte ihr bei Gelegenheit unbedingt mal reinschauen. Es ist häufig sehr informativ. Aber auch auf Englisch.

Dinge, die ich wünschte, schon vor 8 Jahren gekannt zu haben

So lautet der (übersetzte) Titel des beliebten Posts. Knapp 17.000 Personen haben dem Artikel einen „Daumen-Hoch“ gegeben. Das ist eine Menge für Reddit! Der Artikel wurde vor ca. 3 Jahren veröffentlicht, ist aber dennoch aktuell. Ich will nicht länger um den heißen Brei herum reden – hier sind die 12 Fitness-Tipps:

1. Höhere Zahlen bedeutet nicht, dass du die Übung richtig machst

Mit Zahlen sind hier Gewichte (kg), Wiederholungen, … gemeint. Du merkst beim Training natürlich, dass du immer mehr Wiederholungen machen kannst. Beispielsweise hast du früher nur 20 Liegestütze geschafft, heute schaffst du 60. Das bedeutet aber nicht, dass du die Übung richtig machst.

Der Autor des Posts auf Reddit hat festgestellt, dass er irgendwann gemerkt hat, dass er seine Übungen teilweise falsch macht. Nach einer kleinen Korrektur waren die Übungen dann gleich viel schwieriger. Aber jetzt ist das Verletzungsrisiko deutlich geringer und das Training effektiver. Hier habe ich auch schon mal dazu geschrieben.

2. Mobility Training ist wichtig und wird unterschätzt

Der Autor des Posts hat wohl besonders viel Krafttraining gemacht und dann irgendwann gemerkt, dass es ihm auch schadet. Gelenkschmerzen lassen grüßen. Wenn er noch einmal neu starten könnte, würde er viel mehr Mobility Training machen. Also die Übungen, die dafür sorgen, dass sich dein Körper gut und ohne Schmerzen bewegen kann. Dazu gehört zum Beispiel die Schultern, der Rücken und vor allem auch die Hüfte.

3. Aufwärmen ist wichtig und wird häufig unterschätzt

Du solltest vor allem die Körperregionen aufwärmen, die du trainieren möchtest. Und das nicht zu knapp. Es ist ein deutlich spürbarer Unterschied, ob man sich gut oder schlecht aufgewärmt hat. Auch Verletzungen werden minimiert, wenn der Körper vor dem (Kraft-)Training schon warm gelaufen ist.

4. Übungen, die viele Muskelgruppen beanspruchen, sind am Besten

Während der Autor früher meist nur isoliert trainiert hat, nutzt er jetzt die sogenannten „Compound Movements“. Also Bewegungen, die den ganzen Körper beanspruchen.

Ein isoliertes Training ist, wenn du nur eine Muskelgruppe trainierst. Das ist besonders am Anfang beliebt, weil es schnell Erfolg zeigt. Nachhaltiger sind aber „Compound Movements“. Also Übungen, die ganze Muskelgruppen benötigen. Dazu gehören laut dem Autor Pull-Ups, Push-Ups, Dips, Squats, Deadlifts und so weiter.

5. Core Übungen zur Stabilisierung sind dein Freund

Laut des Autors solltest du dich zunächst auf Übungen fokussieren, die deinen Core stabilisieren. Core ist hier natürlich die Mitte des Körpers. Klassischerweise ist damit das Six Pack gemeint. Aber auch deine Schultern und dein Rücken zählt dazu.

Es wird im Post empfohlen, diese Bereiche mit Übungen zu trainieren, die deine Körpermitte „stabilisieren“. Crunches und die sogenannten Russions Twists zählen nicht dazu.

6. Kettlebells (Kugelhanteln) sind super

Der Autor gibt den Ratschlag, einfach mal Kugelhanteln auszuprobieren. Er hat das Training wohl damit lange vernachlässigt, ist jetzt aber ganz begeistert davon. Insbesonders die sog. Kettlebell Swings haben es ihm angetan:

7. Kardio-Training muss nicht langweilig sein

Die wenigsten Menschen haben Lust auf langweiliges, eintöniges Kardio-Training. Stundenlang auf dem Laufband stehen macht keinen Spaß. Es ist einfach zu langweilig. Deswegen halten es viele auch nicht durch.

Zirkel-Training und HIIT-Training (High Intensity Interval Training) sind viel besser und nicht so langweilig, weil es abwechslungsreicher ist. Pluspunkt: Du trainierst auch den ganzen Körper beim HIIT-Training.

8. Ziele und Ergebnisse ist das halbe Work-Out

Früher ist der Autor einfach nur ins Gym gegangen, hat trainiert und sich am Ende gefreut, dass er was gemacht hat. Das ist okay für den Anfang, aber es geht noch besser.

Du solltest dir klare Ziele setzen und Trainingspläne verfolgen. Die Trainingspläne musst du nicht extra erstellen, es gibt viel vordefinierten. Dazu gehört zum Beispiel das PHAT-Training. Das Training ist auf Hypertrophie abgestimmt. Falls dir das nichts sagt, mach dich vorher am besten hier schlau.

Wenn du einen Trainingsplan hast, solltest du dran bleiben und dir deine Fortschritte aufschreiben. Also zum Beispiel wie viele Wiederholungen du von einer Übung geschafft hast. Oder du machst wöchentlich Bilder von dir, um so direkt Ergebnisse zu sehen. Das motiviert dich und spornt dich so weiter an!

9. Lerne die Anatomie des Körpers kennen

Du bist einzigartig – nicht jedes Training passt zu deinem Körper. Klar, am Anfang kannst du immer gut mit einem Standard-Trainingsplan anfangen. Aber sobald du besser wirst und keine riesigen Sprünge mehr machst wie am Anfang, musst du gezielt für deinen Körper trainieren.

Deswegen schadet es nicht, wenn du dich über die Anatomie deines Körpers informierst. Wo sind wichtige Muskeln? Wie sind die Muskeln mit anderen Körperteilen verbunden? Wenn du das „Warum?“ und „Wie?“ verstehst, kannst du gezielter trainieren.

10. Ernährung und Schlaf ist wichtig

Jeder weiß es, jeder hat es schon mal gehört. Wenn du trainierst, ist deine Ernährung wichtig – und ausreichender Schlaf mindestens genau so wichtig!

11. Weißt du eigentlich, wie du richtig atmest?

Das Training beginnt und schon nach kurzer Zeit merkst du, wie du immer schneller und tiefer atmest. Sauerstoff in deinen Lungen ist besonders wichtig beim Training. Eine gute Atmung ist essenziell für ein gutes Work-Out mit Fortschritten.

Aber wie genau funktioniert die Lunge? Und wie atmet man denn richtig? Ich empfehle dir, das folgende Video bei Gelegenheit mal anzuschauen. Es geht um die 90/90 Atmung:

12. Kamera an – Film ab!

Nur weil du dich beim Training gut fühlst, heißt das nicht, dass du die Übungen auch richtig ausführst. Deswegen solltest du dich hin und wieder filmen und das Video danach analysieren. Zum Beispiel mit einem Fitness-Trainer. Und du verstehst deinen Körper und die Übung besser, wenn du siehst, welche Muskeln sich wie während der Übung bewegen. Probiere es mal aus!

Fazit

So, damit hätten wir die 12 Tipps abgeschlossen. Ich hoffe, dass ein paar Tipps und Tricks für dich dabei gewesen sind. Wie gesagt – die Tipps stammen nicht von mir, sondern von einem sehr beliebten Beitrag im Internetforum Reddit. Die Kommentare dort sind auch sehr empfehlenswert, einige bringen noch ein paar weitere Tipps und Hinweis mit ins Spiel.

Viel Erfolg und bis zum nächsten Mal!